Statistiken richtig lesen
Statistiken sind bekanntlich nur Zahlen, und hier gilt in Abwandlung das Sprichwort, dass man keiner Statistik glauben soll, die man nicht selber erstellt hat. Um dem vorzubeugen und eine ehrliche Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wurde das Deutsche IVF-Register (DIR) geschaffen und die Zahlen, die gemäß der Meldung aller Deutschen IVF-Zentren an das DIR existieren, genießen aufgrund der besonderen Qualitätsanforderungen auch international einen sehr hohen Stellenwert. Dies liegt vor allem daran, dass die Behandlungszyklen bereits im vorhinein gemeldet werden müssen, d. h. bevor klar ist wie die Behandlung verläuft, ob es nämlich zu einem Transfer oder gar einer Schwangerschaft im Anschluss an eine begonnene Behandlung kommt. Wir sprechen hier von der prospektiven Datenerfassung. Um Statistiken zu vergleichen muss man also immer von den gleichen Ausgangsbedingungen ausgehen können. Dies ist aber nicht immer bei „werbemäßig“ und insbesondere von manchen ausländischen Zentren zur Schau gestellten Zahlen der Fall. Außerdem sollte immer angegeben werden, wie viele Embryonen durchschnittlich transferiert worden sind, die Altersabhängigkeit dargestellt sein und auf welchen Zeitraum sich die Zahlen beziehen.
Mit der Zahl Ihrer persönlichen Behandlungszyklen steigt selbstverständlich auch die Wahrscheinlichkeit an schwanger zu werden, besonders dann, wenn es möglich war, in dem einen oder anderen Punktionszyklus zusätzlich Eizellen im Vorkernstadium einzufrieren. Und damit kommen wir zur zweiten, ebenfalls für Sie wichtigen Angabe: Wir sprechen jetzt von der sogenannten „kumulativen Schwangerschaftsrate“. Diese Zahl genau zu berechnen ist allerdings viel schwieriger. Sie können aber davon ausgehen, dass nach drei bis vier Therapiezyklen bei durchschnittlich 60-80% der behandelten Frauen eine Schwangerschaft eingetreten ist.
Die in den nachfolgenden Abbildungen dargestellten Ergebnisse sind das Resultat unserer Bemühungen, in allen Bereichen die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen.
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