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Wenn der Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht, ist
dies für die Eltern ein wunderbares Geschenk und einer der
schönsten Erfahrungen des Lebens.

Auf dem Weg dahin möchten wir Ihnen zur Seite stehen.

MESA / TESE

Keine Spermien im Ejakulat (Azoospermie) und trotzdem gute Hoffnung; diese Aussage besteht zu Recht, denn die Behandlungsmöglichkeiten einer Azoospermie (MESA / TESE) und unsere Ergebnisse Tabelle V: Schwangerschaft- und Geburtenraten der verschiedenen Befruchtungsarten in den Jahren 1998 bis 2008 zeigen Ihnen, dass Sie trotzdem berechtigt auf ein eigenes Kind hoffen dürfen.

MESA = Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration

MESA steht für die operative Entnahme von Spermien. Dabei entnimmt der Urologe unter Verwendung eines Operationsmikroskopes Spermien aus den Nebenhodenkanälchen. Dies geschieht in direkter Verbindung mit unserem IVF-Labor.

Dadurch wird der Erfolg der Operation direkt überprüft, die gewonnenen Spermien können sofort weiter verarbeitet und gegebenenfalls eingefroren werden. Dieses Verfahren ist sinnvoll bei

  • fehlenden Samenleitern (häufig in Zusammenhang mit einer Mukoviszidose-Erkrankung),
  • inoperablen Samenleiterverschlüssen,
  • ausschließlich unbeweglichen Spermien in der Samenprobe,
  • Ejakulationsstörungen infolge einer Querschnittslähmung oder nach einer radikalen Tumoroperation.

Auch bei der operativen Beseitigung (Re-Fertilisierungs-Operation) einer früheren Samenleiterunterbindung (Sterilisation) kann MESA in Kombination mit dieser Operation angewandt werden.

TESE = Testikuläre Spermienextraktion

Schematische Darstellung der testikulären SpermienextraktionHierunter versteht man die Gewinnung von Spermien aus einzelnen Gewebestückchen des Hodens, um sie für eine spätere ICSI-Behandlung verwenden zu können. Es handelt sich hierbei um eine ambulant in unserem Kinderwunsch Centrum München in direkter Verbindung mit dem IVF-Labor stattfindende urologische Operation („Münchner Modell“).

Im Gegensatz zur Hodenbiopsie werden bei der TESE zusätzlich und gleichzeitig Spermien für eine spätere Kinderwunsch-Behandlung aus dem Hoden „extrahiert“. Diese können dann je nach Situation entweder nach ihrem Einfrieren oder in seltenen Fällen auch direkt für die Befruchtung der Eizellen mittels ICSI verwendet werden.

Die Hodenbiopsie ist dagegen nur ein rein diagnostisches Verfahren um abzuklären, wo die Ursache der Azoospermie liegen kann. Wenn eine Hodenbiopsie durchgeführt werden muss, sollte diese also immer zusätzlich mit einer TESE kombiniert werden. Die TESE wird dann angewandt, wenn die MESA nicht durchführbar ist, d. h. in den weitaus meisten Fällen einer Azoospermie.

Sowohl bei TESE als auch bei MESA kann die Befruchtung der Eizelle mit den entnommenen und meist zunächst eingefrorenen Spermien nur durch eine spätere ICSI erfolgen. Dies zeigt, wie wichtig die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen den Urologen/Andrologen und dem Kinderwunsch Centrum München ist.