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Wenn der Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht, ist
dies für die Eltern ein wunderbares Geschenk und einer der
schönsten Erfahrungen des Lebens.

Auf dem Weg dahin möchten wir Ihnen zur Seite stehen.

Die Fortpflanzung

Ein kurzer Überblick über die menschliche Fortpflanzung

Mit Beginn der Geschlechtsreife (Pubertät) bildet die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) der Frau vermehrt zwei für die Eireifung und den Eisprung absolut notwendige Sexualhormone aus:

  • FSH, das Follikel stimulierende Hormon
  • LH, das luteinisierende Hormon

FSH bewirkt das Wachstum meist eines Eibläschens (Follikel), LH bewirkt den Eisprung (Ovulation) und unterstützt die zweite Zyklusphase. Zum Eisprung kommt es etwa 14 Tage nach Beginn der letzten Regelblutung, der Follikel platzt, die jetzt befruchtungsfähige Eizelle wird vom Fimbrientrichter des Eileiters (Tube) aufgenommen. Aus dem beim Eisprung geplatzten Follikel entsteht der Gelbkörper und bildet das Gelbkörperhormon (Progesteron).

Grafik zu Entwicklung und Einnistung des EmbryosIm Eileiter kann die Eizelle nun befruchtet werden. Voraussetzung dafür sind befruchtungsfähige Samenzellen (Spermien). Diese haben dafür - nach dem Geschlechtsverkehr - bereits „ein gutes Stück Weg" zurückgelegt. Über das dünnflüssige Sekret des Gebärmutterhalses in die Gebärmutterhöhle, und schließlich von hier in den Eileiter. Wenn alles optimal zusammenpasst, gelingt es dann allerdings nur einem von vielen Millionen Spermien, in die Eizelle einzudringen. Jetzt können mütterliche und väterliche Erbanlagen durch den Austausch der Chromosomen verschmelzen. Die Zellteilung beginnt. Es entsteht neues menschliches Leben. Dieses neue Leben beginnt in dem sich jetzt vom Zweizeller über den Vierzeller immer weiter teilenden Embryo.

Nun entsteht ein intensiver Austausch zwischen Embryo und der zukünftigen Mutter. Jetzt werden viele Signalstoffe, vor allem das Hormon HCG, an den mütterlichen Organismus abgegeben. Besonders dieses Hormon sorgt so in den nächsten acht Wochen für den Erhalt des Gelbkörpers im Eierstock.

Dieser Gelbkörper, der im Ultraschall wie eine Zyste aussieht, produziert das Hormon Progesteron = Gelbkörperhormon. Das Gelbkörperhormon ist anfänglich wichtig für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle und dient jetzt dem Erhalt der Schwangerschaft. Diese Progesteronbildung wird später vom Mutterkuchen (Plazenta) übernommen.

Nistet sich kein Embryo in die Gebärmutterschleimhaut ein, bleiben die Signale an den mütterlichen Organismus aus. Es bildet sich kein dauerhafter Gelbkörper, das Progesteron fällt ab. Die Folgen kennen Sie: Die nicht mehr benötigte Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, es kommt zur Regelblutung