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Wenn der Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht, ist
dies für die Eltern ein wunderbares Geschenk und einer der
schönsten Erfahrungen des Lebens.

Auf dem Weg dahin möchten wir Ihnen zur Seite stehen.

Mehrlingsschwangerschaft

Die Entscheidung, ob es zum Eintritt einer Schwangerschaft kommt, wird in erster Linie von der Vitalität (= Lebenskraft) des übertragenen Embryos bestimmt.

Diese Vitalität ist aber selbst unter dem Mikroskop nur als Momentaufnahme und nur indirekt abzuschätzen. So lässt die mikroskopische Beurteilung des Embryos zwar eine gewisse Aussage zu, ob sich dieser Embryo zu einer Schwangerschaft weiterentwickeln wird oder nicht, lässt sich lediglich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit annehmen. Eine definitive Vorhersage ist aber nicht möglich.

Da andererseits die Chance, dass es überhaupt zum Eintritt einer Schwangerschaft kommt, durch die Übertragung mehrerer Embryonen erhöht wird, ist man geneigt, zwei und in Ausnahmefällen bis maximal drei Embryonen zu übertragen. Mehr Embryonen dürfen in Deutschland entsprechend dem Embryonenschutzgesetz (ESchG) nicht zurückgesetzt werden. Durch den Transfer von mehr als einem Embryo steigt aber das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft, deren Rate nicht genau vorherzusehen ist. Entsprechend den Daten des Deutschen IVF- Registers liegt die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Zwillingsschwangerschaft bei 23% und für eine Drillingsschwangerschaft bei 0,6%.

Da sich aber insbesondere bei Drillings-Schwangerschaften deutlich häufiger auch schwerwiegende Probleme ergeben, empfehlen wir seit vielen Jahren, bei den ersten zwei bis drei Behandlungsversuchen (und einem Alter unter 37 bis 40 Jahren) nur zwei Embryonen zurückzusetzen.

Mit den Richtlinien der Bundesärztekammer wurde erst 1998 die Altersgrenze von 35 Jahren eingeführt. Da wir diese Vorgehensweise bereits seit 1990 empfohlen haben und sie von den meisten Patienten(ehe)paaren angenommen wurde und wird, haben wir eine vergleichsweise deutlich niedrige Mehrlingsrate mit „nur“ 19% Zwillingen und 0,4% Drillingen.

Siehe auch: Schwangerschafts-, Geburts- und Mehrlings-Raten nach IVF und ICSI seit 1985

Wie beurteile ich eine "Erfolgsstatistik" richtig?

Wichtig ist bei der Bewertung einer niedrigen Mehrlingsrate aber immer, dass gleichzeitig eine möglichst hohe Geburtenrate vorliegt, denn nur beide Zahlen zusammen lassen einen wirklichen Qualitätsvergleich zu. Und so sind wir durchaus auch ein wenig stolz, dass wir über die ganzen Jahre hinweg immer eine Geburtenrate von deutlich über 24% pro Embryotransfer erzielen konnten.

Bei aller Statistik sollten Sie aber immer bedenken, dass Ihre individuelle Situation mit all Ihren persönlichen Stärken und Besonderheiten ein ganz anderes Bild ergeben kann. Diese gilt es, in jedem Gespräch aufs Neue zu berücksichtigen, bevor wir gemeinsam mit Ihnen die Entscheidung über die Anzahl der für den Transfer vorgesehenen Embryonen festlegen.

Dies betrifft genauso die Erörterung zusätzlicher Chancen durch die Kryokonservierung der Vorkern-Eizellen (= Pronuclei) und - falls in seltenen Fällen nötig - von Blastozysten.