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Wenn der Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht, ist
dies für die Eltern ein wunderbares Geschenk und einer der
schönsten Erfahrungen des Lebens.

Auf dem Weg dahin möchten wir Ihnen zur Seite stehen.

Tipps und wichtige Empfehlungen für Sie

Die Chancen schwanger zu werden, hängen selbstverständlich auch wesentlich von Ihnen beiden ab. Einige Anregungen, wie Sie hier positiv mitwirken können, haben wir für Sie nachfolgend zusammengefasst.

Zwingen Sie sich zu gar nichts und bleiben Sie Mensch!

Sicherlich einfacher gesagt als getan - werden Sie meinen. Trotzdem, setzen Sie sich nicht unter Erfolgsdruck. Es bringt nichts, im Gegenteil!

  • Lassen Sie los, aber geben Sie nicht auf.
  • Insbesondere die Tage nach dem Embryotransfer können für Sie eine schwierige Zeit sein. Sie hoffen und Sie bangen. So schwer es Ihnen auch fallen mag, versuchen Sie jetzt sich abzulenken und zu entspannen. Hier hilft oft auch die tägliche Arbeit.

Achten Sie darauf, dass Sie gesund leben

  • Viel frisches Obst, ein saftiges Steak (wenn Ihnen danach ist), Fisch und eine eiweißreiche Ernährung mit frischem Gemüse und Salat, vor allem genügend Ballaststoffe.
  • Gönnen Sie sich den Schlaf, den Sie brauchen.
  • Betreiben Sie den Sport, den Sie lieben, mäßig aber regelmäßig.
  • Legen Sie immer wieder einmal, auch im Tagesverlauf, eine Entspannungsphase ein, auch Bewegung und frische Luft sind wichtig.
  • Reduzieren Sie Ihren Zigarettenkonsum oder hören Sie am besten ganz damit auf. Immerhin hat das Rauchen auch schon vor einer Schwangerschaft nachgewiesenermaßen einen deutlich negativen Einfluss auf Ihre Fruchtbarkeit.

Ernährung vor und in der Schwangerschaft

Eine gesunde Lebensweise vor und in der Schwangerschaft ist wichtig für Mutter und Kind.
Auf Folgendes sollten Sie vor und während der Schwangerschaft achten:

Energie-und Nährstoffbedarf:
Der Energiebedarf ist in den letzten Wochen der Schwangerschaft nur um etwa 10% erhöht. Daher sollten Sie zwar auf die Qualität Ihrer Ernährung achten, nicht aber das Doppelte essen.

Gewichtsentwicklung:
Das Körpergewicht der Frau vor der Schwangerschaft hat größeren Einfluss auf die Empfängnisbereitschaft, den Schwangerschaftsverlauf und die Gesundheit des Kindes als die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft (ca. 10-16 kg). Daher sollten Sie schon vor der Schwangerschaft Normalgewicht anstreben.

Ernährungsweise:
Schwangere Frauen brauchen keine spezielle Ernährung, doch sollte die Ernährung ausgewogen sein (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milch (-produkte), fettarmes Fleisch, Meeresfisch; Süßigkeiten und Snackprodukte nur in kleinen Mengen).
Auch eine vegetarische Ernährung mit Verzehr von Milch und Eiern (ovo-lacto-vegetarische Ernährung) ist möglich, sollte aber gegebenenfalls mit Omega-3-Fettsäuren und Eisensupplementen unterstützt werden.
Eine vegane Ernährung birgt ernsthafte gesundheitliche Risiken für das Kind.

Nahrungsergänzung:
Aufgrund des erhöhten Bedarfs wird die zusätzliche Einnahme von Folsäure und Jod empfohlen. Außerdem sollten Sie für eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D sorgen.

Schutz vor Lebensmittelinfektionen:
Verzichten Sie auf den Verzehr von rohen tierischen Lebensmitteln, Weichkäse, Räucherfisch und vorbereiteten, abgepackten Salaten. Frisches Obst, Gemüse und Salat sollten Sie gründlich waschen und nur frisch verzehren.

Allergieprävention:
Zur Allergieprävention wird der regelmäßige Verzehr von fettreichem Meeresfisch empfohlen.

Bewegung:
In der Schwangerschaft ist tägliche Bewegung (körperliche Aktivität im Alltag oder Sport mit moderater Intensität) wünschenswert.
Besonders übergewichtige Schwangere sollten auf regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung achten.

Genussmittel:
Verzichten Sie auf Alkohol und auf das Rauchen (auch passiv).

Koffeinhaltige Getränke:
Trinken Sie koffeinhaltige Getränke nur in moderaten Mengen (bis zu 3 Tassen Kaffee/Tag). Von koffeinhaltigen Energydrinks wird gänzlich abgeraten.

Vorbereitung auf das Stillen:
Stillen ist das Beste für Mutter und Kind. Informieren Sie sich schon während der Schwangerschaft.


Quelle: Prof. Dr. med. Berthold Koletzko, 'Für das Leben des Kindes prägend' in: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 110, Heft 13, A 612 – A 613

 

Legen Sie Behandlungspausen ein

Jeder Behandlungszyklus ist auch eine psychische Herausforderung, an der viel „Herzblut“ hängt. Dieses wird vergossen, wenn es nicht klappt. Also nicht nur aus körperlichen Gründen, sondern auch aus psychischen Gründen sollten Sie Behandlungspausen einlegen. Seien Sie ehrlich mit sich selbst und hinterfragen Sie kritisch, wann Sie für einen erneuten Behandlungszyklus tatsächlich wieder bereit sind.

Behalten Sie Ihre Spontaneität, leben Sie Ihr Leben

Verlernen Sie nie das Lachen, seien Sie stets Sie selbst. Dazu gehört auch ein lustvolles und spontanes Sexualleben. Sieht man einmal von der Karenzzeit (Enthaltsamkeit) bei der Anfertigung diagnostischer Spermiogramme ab, sind Karenzzeiten für den Erfolg der Behandlung in keinster Weise erforderlich und verbessern auch nicht Ihre Chancen. Im Gegenteil, eine zu lange Enthaltsamkeit kann durchaus auch nachteilig sein. Auch nach einem Embryotransfer können Sie Sex haben, nur nicht unbedingt gleich in den ersten Tagen danach.

 

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