Social freezing

Dieser Begriff beschreibt die Möglichkeit, Eizellen oder auch Samenzellen aus nicht medizinischen Gründen, unabhängig von der aktuellen Familienplanung, genauso wie bei der herkömmlichen IVF/ICSI-Behandlung zu entnehmen und dann einzufrieren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zur dann gewünschten Erfüllung des Kinderwunsches verwenden zu können. Die Umsetzung dieses in Einzelfällen schon immer geäußerten Anliegens einzelner Patientinnen, ist seit einigen Jahren durch eine labortechnische Neuerung, nämlich die Vitrifikation, mit deutlich besseren Ergebnissen möglich.

Die Vitrifikation ist das extrem schnelle Einfrieren, das sich im Gegensatz zum normalen Vorgehen besonders gut für die Konservierung von unbefruchteten Eizellen eignet. Sie kommt also besonders dann zum Einsatz, wenn eine junge Frau ihren Kinderwunsch auf eine spätere Lebensphase verschieben möchte.

Diese Vitrifikationsmethode praktizieren wir bereits seit 2010, besonders im Zusammenhang mit der von uns durchgeführten Präimplantationsdiagnostik (PID), und verfügen daher über eine gut dokumentierte Erfahrung in der Anwendung dieses Vorgehens.

Durch die Meldung unserer Behandlungsergebnisse an das Deutsche IVF-Register (DIR) sowie an das Netzwerk von FertiPROTEKT und die damit erzielte Transparenz ist eine der wichtigsten Voraussetzung, nämlich die gut dokumentierte Qualitätssicherung, unseren Patienten gegenüber gewährleistet.

Es handelt sich also bei dem "Social freezing" und der hierbei verwendeten Vitrifikationsmethode in keinster Weise um ein ganz neues oder gar sensationelles Verfahren, wie es in der letzten Zeit in manchen Medien dargestellt wurde. Dies ist eine leider von manchen Zentren geäußerte Behauptung, die sich lediglich aus Marketing-Gesichtspunkten erklären ließe.

Auch wenn diese Behandlung also, wie oben erwähnt, aus nicht medizinischen Gründen durchgeführt wird, so ist sie doch eine eindeutig medizinische Vorgehensweise, deren Für und Wider - besonders auch bezüglich Chancen und Risiken - ausführlich abzuwägen und zu erörtern sind.

 

„Eizellen auf Eis“, kein neues Verfahren

Als Reaktion auf die „angeblichen Neuerungen“ und den damit verbundenen regelrechten „Medienhype“, besonders zunehmend im Jahr 2014, zum sogenannten Social freezing möchten wir Ihnen hierzu einige Anmerkungen unsererseits nicht vorenthalten.

Die mit diesem Begriff gemeinte Erhaltung bzw. Verlängerung und Verlagerung der fruchtbaren Jahre in spätere Lebensabschnitte ist überhaupt nicht so neu, wie es derzeit in den Medien dargestellt wird.

Wir praktizieren diese Methode bereits seit 1997,...